Schwerpunkt 2019: Kein Alkohol am Arbeitsplatz

Die Aktionswoche Alkohol hat in 2019 bundesweit das Thema „Kein Alkohol am Arbeitsplatz“ als Schwerpunkt. Hamburg wird sich dem anschließen und u.a. seine Auftaktveranstaltung am 20. Mai unter dieses Motto stellen.

Was fast selbstverständlich klingt, ist in Deutschland leider längst nicht Alltag. Fast 3,5 Millionen Erwachsene in der Bundesrepublik konsumieren Alkohol in riskanter Weise. Etwa 1,7 Millionen davon zeigen Anzeichen einer Abhängigkeit.

Das bringt auch im Beruf negative Auswirkungen sowie Gefahren mit sich: Menschen, die riskant konsumieren, melden sich im Schnitt 16-mal häufiger krank, arbeiten unkonzentriert oder fallen durch einen unangemessenen Umgang mit Kunden und KollegInnen auf. Auch Führungskräfte sind davon betroffen – nach Schätzungen pflegen etwa 10% aller Arbeitenden in Führungspositionen einen riskanten Umgang mit Alkohol oder sind sogar abhängig.

Speziell im Handwerk und in vielen Dienstleistungsberufen birgt Alkohol im Blut die erhöhte Gefahr von Arbeitsunfällen. Schätzungen gehen davon aus, dass durch alkoholbedingte Arbeitsunfälle deutschlandweit jährlich rund 1 Milliarde Euro Kosten allein für Sachschäden entstehen.

Was kann in der Arbeitswelt geschehen, um Suchterkrankungen vorzubeugen und wie lässt sich damit umgehen, wenn MitarbeiterInnen ein Problem mit Alkohol haben? Wie sieht es eigentlich arbeitsrechtlich in der Praxis aus, wenn jemand einen Entzug und eine Rehabitation macht, um anschließend in den Beruf wieder einzusteigen?

Diesen und anderen wichtigen Fragen rund um riskanten Alkoholkonsum werden wir uns im Rahmen der Aktionswoche widmen.